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Wie man Daten von Google löscht

Jeden Tag werden 3,45 Milliarden Suchanfragen über das Internet gestellt, wobei 9 von 10 in Europa auf Google entfallen. Dadurch werden riesige Datenmengen generiert, ebenso wie durch die Informationen, die Menschen über sich selbst preisgeben. Google sammelt diese Informationen häufig, um zum Beispiel personalisierte Werbung zu schalten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Google-Daten entfernen können, wenn Sie dies nicht mehr wünschen.

Das Recht auf Vergessenwerden als Rechtsgrundlage

Durch den Schutz personenbezogener Daten stärkt die Datenschutz-Grundverordnung die Rechte der Verbraucher. Artikel 17 der Datenschutz-Grundverordnung legt das Recht auf Vergessenwerden („Recht auf Vergessenwerden“) fest. Danach können die vom Verantwortlichen gespeicherten Daten entfernt werden, wenn:

  • Der Zweck der Datenverarbeitung ist erfüllt, und die personenbezogenen Daten sind nicht mehr erforderlich.
  • Gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe bf der Datenschutz-Grundverordnung hat die betroffene Person ihre Einwilligung widerrufen, und es gibt keine andere Rechtsgrundlage für die Verarbeitung nach diesem Gesetz.
  • Die betroffene Person hat gemäß Artikel 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung eingelegt.
  • Art. 6 der DSGVO besagt, dass personenbezogene Daten in einer nicht genehmigten Weise erlangt, verarbeitet oder genutzt wurden.
  • In Übereinstimmung mit Art. 8 DSGVO hat die betroffene Person als Minderjähriger ihre Einwilligung gegeben und wünscht die Löschung (Hinweis: Die betroffene Person hat dieses Recht auch, wenn sie nicht mehr minderjährig ist, Erwägungsgrund 65).
  • Wie Sie Ihre Google-Daten löschen

    Leider hat sich „alles bei Google löschen!“ nicht als ein klarer Prozess herausgestellt. Dennoch ist es möglich, und wir werden Ihnen helfen, sich im Dschungel zurechtzufinden: Wenn Sie ein Google-Konto haben, sollten Sie hier beginnen. Gehen Sie auf die Startseite Ihres Kontos unter myaccount.google.com und führen Sie die folgenden Aktionen durch:

  • Suchen Sie unter der Registerkarte „Übersicht“ nach dem Punkt „Daten und Personalisierung“. Alternativ können Sie auf dem Dashboard oben links auf die vier Symbole „Datenschutz und Personalisierung“ klicken.
  • Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Verwalten“ können Sie Ihr Konto verwalten.
  • Bewegen Sie nun mit der Maus den Kippschalter oben rechts nach links, um die „Web- und App-Aktivitäten“, den „Standortverlauf“ und den „YouTube-Verlauf“ zu pausieren (leider ist es nicht möglich, sie ganz zu stoppen).
  • Scrollen Sie auf der Seite weiter nach unten und wählen Sie das kleine Symbol „Zu den Werbeeinstellungen“ unter dem Punkt „Personalisierte Werbung“.
  • Um das Angebot auszuschalten, schieben Sie den digitalen Schalter mit der Maus noch einmal nach links. Google wird nun entsetzt sein, und es erscheint ein Warnfenster, in dem Sie gefragt werden, ob Sie die maßgeschneiderte Werbung wirklich ausschalten wollen. „Deaktivieren“ sollte angekreuzt werden.
  • Vom Bestätigungsfenster aus können Sie nun zur Seite „Ihre Online-Entscheidungen“ gehen. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, erhalten Sie eine Liste von Anbietern, die von der Verfolgung Ihrer Daten durch Google profitiert haben. Seien Sie nicht beunruhigt, es werden viele sein! Sie können nun auf dieser Seite das Tracking für alle Anbieter gleichzeitig deaktivieren.

    Wichtig: Diese Google-Einstellungen werden zurückgesetzt, wenn Sie ein Gerät verwenden, das nicht angemeldet ist, Ihre Cookies löschen oder einen Browser verwenden, der Cookies deaktiviert. Wenn Sie dies vermeiden möchten, können Sie ein Browser-Plugin wie Protect My Choices verwenden, das Ihre Einstellungen auch dann beibehält, wenn Sie Cookies löschen.

    Kopien von Google-Daten

    Wenn Sie z. B. alle Ihre Google-Daten exportieren möchten, bevor Sie Ihr Konto kündigen, melden Sie sich in Ihrem Google-Konto an und führen Sie die folgenden Schritte aus:

  • Suchen Sie unter der Registerkarte „Übersicht“ nach dem Punkt „Daten und Personalisierung“. Oder wählen Sie „Datenschutz und Personalisierung“ aus den vier Symbolen oben links auf dem Dashboard.
  • Klicken Sie unter Daten, Dienste und Konten verwalten auf Daten herunterladen.
  • Wählen Sie die Google-Dienste, deren Daten Sie exportieren möchten, aus den fast 50 genannten aus und klicken Sie dann auf die Schaltfläche „Nächster Schritt“ am unteren Ende der Liste.
  • Jetzt können Sie festlegen, wie oft die Exporte erfolgen sollen, in welchem Format sie erfolgen sollen und wie groß sie sein sollen. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche „Export erstellen“, um sicherzustellen, dass Sie die richtigen Einstellungen vorgenommen haben.
  • Zugriff auf Ihr Google-Konto durch Drittanbieter-Anwendungen

    Sie können sich darüber informieren und kontrollieren, ob Anwendungen von Drittanbietern auf Ihr Google-Konto und die damit verbundenen Informationen zugreifen können:

  • Klicken Sie in Ihrem Google-Dashboard auf die Schaltfläche „Sicherheitsprüfung“ oben rechts. (Hinweis: Wenn Google Sicherheitsprobleme feststellt, kann auf der Schaltfläche auch „Sicheres Konto“ stehen).
  • Für weitere Informationen klicken Sie auf „i“ neben den Anwendungen, die angezeigt werden, oder auf „Zugriffsrechte entfernen“, wenn Sie die Verknüpfung aufheben möchten.
  • Leider können Sie nicht feststellen, ob Google nach der Änderung der Einstellungen alle gespeicherten Daten und Konten gelöscht hat. Sie können jedoch Ihr Recht auf Auskunft ausüben (Artikel 15 der DSGVO). Wenn Sie diese Informationen erhalten oder bei Google einen Antrag auf Ausübung Ihres Rechts auf Vergessenwerden stellen möchten, klicken Sie hier (Artikel 17 DSGVO).

    Wenn Sie Informationen über sich selbst aus den Google-Suchergebnissen entfernen möchten, z. B. Treffer für Ihren Namen, müssen Sie eine Reihe von Schritten durchführen und einen Antrag an Google stellen.

    DSGVO: Hauptziele und Sanktionen

    Die Datenschutz-Grundverordnung wird am 25. Mai 2018 in Kraft treten. Es ist nun wichtig, die europäische Verordnung über die Sicherheit personenbezogener Daten anzuerkennen, die im

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