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Datenschutz und Privatsphäre: Was ist der Unterschied?

In der Alltagssprache sind Datenschutz und Privatsphäre zwei ähnlich klingende englische Begriffe, die scheinbar dasselbe bedeuten. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die folgenden Definitionen werden Ihnen helfen, die Unterschiede zu verstehen und die Fachbegriffe in Zukunft richtig zu verwenden.

Wenn Sie englischsprachiges Material zum Thema Datenschutz studieren, werden Sie feststellen, dass die Begriffe „data protection“ und „data privacy“ häufig vorkommen. Diese Wörter werden häufig als Synonyme verwechselt. Beide Bezeichnungen haben eindeutig etwas mit Datensicherheit zu tun. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Sichtweise. Die genauen Definitionen haben bereits Licht ins Dunkel gebracht.

Was ist Datenschutz?

Datenschutz ist ein wichtiger Begriff im Bereich des Datenschutzes, da er festlegt, wie mit bestimmten Daten umgegangen werden soll. Das beginnt mit grundsätzlichen Überlegungen, welche Daten besonders sicherheitsbedürftig sind. Name, Adresse, Gesundheitsdaten, Finanzdaten und vieles mehr. Die Palette der sensiblen Daten, die eng mit der Privatsphäre einer Person verbunden sind, ist groß.

Jüngste Beispiele von Datenmissbrauch zeigen, dass personenbezogene Daten nicht uneingeschränkt in die Hände von Dritten gelangen dürfen, um die Identität der Menschen zu schützen. Infolgedessen entwickelt der Datenschutz Leitlinien für eine kosteneffiziente und angemessene Nutzung. Die Allgemeine Datenschutzverordnung (General Data Protection Regulation, DSGVO) ist ein Beispiel dafür in der EU-Gesetzgebung, mit den darin enthaltenen Grundsätzen aus Art. 5 DSGVO. Sie schafft einheitliche Verarbeitungsvorschriften für personenbezogene Daten.

Was ist Datenschutz?

Sicherheitsmaßnahmen, die den Zugang zu sensiblen Daten regeln, fallen unter den Begriff des Datenschutzes. Sie dienen dazu, den Datenverkehr im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften abzubilden und sicherzustellen, dass die Bestimmungen eingehalten werden. Im Rahmen der Umsetzung werden verschiedene Technologien und Sicherheitsmechanismen eingesetzt, um den Datenzugriff zu begrenzen.

Dies erfordert die Entwicklung einer grundlegenden Strategie für das weitere Vorgehen. Dabei werden auch Prozesse abgebildet, um den Ist-Zustand transparent und steuerbar zu machen. Unternehmen haben ein Interesse daran, den Datenzugriff gezielt zu steuern, auch wenn sie von allen Regeln ausgenommen sind. Das gilt zum Beispiel, wenn es um die Wettbewerbsvorteile der Datenbeschaffung geht.

Info: „Datensicherheit“ ist ein Wort, das häufig anstelle von „Datenschutz“ verwendet wird. Bei der Übersetzung in „Datensicherheit“ wird diese Terminologie den Realitäten besser gerecht, zumindest wenn die Begriffe „Schutz“ und „Privatsphäre“ in der Argumentation austauschbar verwendet werden.

Ist Datenschutz das Gleiche wie Privatsphäre?

Mit diesen beiden Definitionen haben wir die Unterschiede zwischen Datenschutz und Privatsphäre auf den Punkt gebracht. Folglich ist Datenschutz in der EU nicht gleichbedeutend mit Privatsphäre. Vielmehr ist der Datenschutz das Ergebnis der Entwicklung der Datenschutzgesetzgebung, an die sie sich regelmäßig anpasst.

Denken Sie an das Inkrafttreten der Allgemeinen Datenschutzverordnung (DSGVO) im Mai 2018. Zu diesem Zeitpunkt waren neue technische Lösungen erforderlich, um die Verwaltung personenbezogener Daten auf konforme Weise zu harmonisieren. Das bedeutet auch, dass die Gesetze und Vorschriften, die aufgrund des Datenschutzes erlassen wurden, nicht ausreichen, um den Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten. Es bedarf geeigneter Systeme, die die Vorgaben erst umsetzen.

Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Begriffen ist folgender: Wenn es um den Datenschutz geht, haben Sie die Freiheit zu entscheiden, welche Informationen Sie an Unternehmen weitergeben und welche nicht. Sie haben keine Kontrolle darüber, was mit den Informationen geschieht, sobald Sie sie jemandem gegeben haben. Ab diesem Zeitpunkt ist das angesprochene Unternehmen dafür verantwortlich, Maßnahmen zu ergreifen. Sie haben keine Kontrolle über die Sicherheitsvorkehrungen, die gewährleisten sollen, dass die bestehenden Vorschriften eingehalten werden. Auf der anderen Seite hat das Unternehmen die Kontrolle.

Anhand der präzisen Definition des Begriffs Datenschutz können Sie nun den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit erkennen. Infolgedessen ist der Datenschutz eher eine Reaktion auf die Datenschutzvorschriften als ein Teil des Kernarguments des Datenschutzes.

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