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Datenschutz auf Smartphones: Wie sicher sind Daten auf Mobiltelefonen?

Gehen Handys und Datensicherheit Hand in Hand? Unseren Mobiltelefonen sind viele persönliche Informationen anvertraut. Die smarten Alltagsbegleiter erfassen und teilen häufig mehr Daten, als uns bewusst ist.

Die Nutzung eines Smartphones ist längst selbstverständlich, aber die Nutzer sollten sich möglicher Datensicherheitsprobleme bewusst sein und Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Wir werden erörtern, ob Datenschutz und Mobiltelefone miteinander vereinbar sind.

Risiken für den Datenschutz bei Smartphones

Im Alltag sind Datenschutz und Mobiltelefone nur schwer miteinander in Einklang zu bringen. Um zu funktionieren, benötigen die meisten Apps Zugriff auf Aspekte wie die Kamera, das Mikrofon, das Adressbuch (was auch Daten von Dritten betrifft) oder den Standort Ihres Geräts. Hackerangriffe könnten die auf diese Weise gesammelten Informationen ausnutzen. Selbst bei alltäglichen Anwendungen, wie der Verwendung von Bluetooth,

  • Datenübertragungen,
  • Musik hören
  • oder das Netzwerkgerät
  • Es besteht die Gefahr, dass Daten gestohlen werden. Das gleiche Risiko besteht bei der Nutzung von Cloud-basierten Diensten wie Dropbox oder Adobe Creative Cloud, bei denen Ihre Daten auf externen Servern gespeichert werden und der Zugriff darauf schwer zu verfolgen ist.

    Der Verlust eines mobilen Geräts, sei es durch eigene Fahrlässigkeit oder durch Diebstahl, ist eine schwerwiegende Angelegenheit. Sie können Ihr Mobiltelefon mit Hilfe verschiedener Apps finden oder sperren, aber sie schützen Sie nicht vor Datenverlust.

    Welche Informationen speichert und verarbeitet ein Smartphone?

    Ihr Mobiltelefon zeichnet alle Ihre Aktivitäten auf, einschließlich E-Mails, Telefongespräche und Surfen, sowie Ihre Bewegungen und Verhaltensmuster. iPhones zum Beispiel melden regelmäßig den Standort des Nutzers an Apple, und das Unternehmen gibt diese Informationen an Dritte weiter. Seit iOS 10 werden die Metadaten von Apps wie WhatsApp, Skype, Messenger und der Telefon-App vier Monate lang gespeichert und können von Behörden eingesehen werden. Der expandierende Markt für Gesundheits-Apps ist nicht nur für Apple ein Problem: Die Schrittzähler-App, die unter dem Namen „Health“ versteckt ist, gefährdet die Datensicherheit, bis man sie in den Einstellungen deaktiviert.

    Das Huawei-Toolkit enthält eine Gesundheits-App, die wie die von Apple die Privatsphäre bedrohen könnte.

    Aber auch Android-Handys können in die Liste der Datensicherheitsbedrohungen aufgenommen werden. Google erhält den sogenannten Anrufverlauf von Android-Smartphones, der Ihre Telefonnummer, das Datum und die Uhrzeit enthält. Diese Informationen werden mit anderen Parteien geteilt, um Werbung zu personalisieren. Der Datenschutz kann auch durch Tools wie die DreamLab-App gefährdet werden, die für beide Betriebssysteme zugänglich ist und die Rechenleistung von Smartphones während des nächtlichen Ladevorgangs nutzt, um beispielsweise die Krebsforschung zu fördern.

    Laut der Studie „Danger in a Pandemic: The State of Security of Mobile Applications“ der Firma Synopsys, die sich mit Apps befasst, die während der Pandemie ein enormes Wachstum erfahren haben (wie Finanz- und Gesundheits-Apps), ist davon auszugehen, dass jede Android-App, die nicht ordnungsgemäß gesichert ist, etwa 39 Schwachstellen aufweist. Dies ist eine beunruhigende Zahl, die den meisten Menschen nicht bewusst ist.

    Wie können Nutzer ihre Handydaten schützen?

    Es gibt immer noch einige Möglichkeiten für Sie als Nutzer, um Ihre Daten bei der Verwendung Ihres Mobiltelefons so gut wie möglich zu schützen. Hier ist, wie Sie es tun:

  • Deaktivieren Sie den Standortzugriff, entweder in den allgemeinen Einstellungen des Telefons oder in den Einstellungen der entsprechenden App;
  • Wenn Sie unterwegs sind, schalten Sie WLAN oder Bluetooth aus, denn die Netzwerke, mit denen sich Ihr Smartphone tagsüber verbindet, können dazu genutzt werden, Ihre Bewegungen zu verfolgen;
  • Überlegen Sie vor der Installation von Programmen, ob die erforderlichen Zugriffsrechte verständlich sind, und verwenden Sie im Zweifelsfall eine alternative App. Im Falle der Google-App können Sie die maßgeschneiderte Werbung deaktivieren, indem Sie in den Einstellungen die sogenannte Werbe-ID zurücksetzen.
  • Einige Telefone, wie das Google Pixel, haben bereits standardmäßig Backups in der Cloud gespeichert. Es ist besser, die automatischen Cloud-Backups zu deaktivieren und stattdessen Ihre Daten auf einem externen Speicher zu sichern.
  • Es sollten Passwörter oder doppelte Sperrfunktionen, wie eine Kombination aus PIN und Fingerabdruck, verwendet werden.
  • Löschen Sie temporäre Daten, wie z. B. Cookies, die dazu verwendet werden können, Ihre Online-Aktivitäten regelmäßig zu verfolgen.
  • Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen können erforderlich sein, wenn Sie Ihr Smartphone sowohl für private als auch für berufliche Aktivitäten nutzen. Beim Versenden von Daten sollten Sie zusätzlich zu starken Passwörtern oder der doppelten Anmeldefunktion ein Verschlüsselungsprogramm verwenden. Außerdem kann eine doppelte SIM-Karte für private und geschäftliche Benutzerkonten die Datensicherheit erhöhen, indem der Zugriff auf separate Apps nur für das jeweilige Profil gewährt wird.

    Vergleich der Datensicherheit von Smartphones: Welche Smartphones sind am sichersten?

    Die beliebtesten Smartphone-Betriebssysteme sind Android und iOS. Da es sich um ein quelloffenes System handelt, gilt Ersteres in Bezug auf den Datenschutz als das weniger sichere System, das es sowohl Hackern als auch Anbietern von Schadsoftware leichter macht, auf Ihre Daten zuzugreifen.

    Apple nimmt nur Programme in seinen App Store auf, die die unternehmenseigenen Sicherheitsstandards erfüllen. Außerdem erhält das Android-Betriebssystem weniger Software-Upgrades als iOS, was die Wahrscheinlichkeit eines Hackerangriffs erhöht. Android-Nutzer müssen außerdem die Existenz von Google-Diensten auf ihren Telefonen genehmigen und damit rechnen, dass ihre Daten zu Werbezwecken mit Google geteilt werden. Immerhin erlaubt Googles erweitertes Sicherheitsprogramm den Nutzern seit 2017, ihre Konten mit einem extern gehaltenen „Sicherheitsschlüssel“ zu verschlüsseln.

    Schlussfolgerung

    Virenscanner oder VPN-Programme können auf Ihrem Smartphone installiert werden, um alle Datenübertragungen zu verschlüsseln, egal ob Sie Android oder iOS verwenden. Da es jedoch keinen vollständigen Schutz vor Datendiebstahl gibt, sollten Sie Ihr Smartphone mit Vorsicht verwenden.

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