Einkaufs- und Verkaufsberatung: Gebrauchte Software

Softwarehersteller möchten stets aktuellere (Nachfolge-)Versionen vermarkten. Neuere Softwareversionen sollen höhere Erträge generieren. Aus Sicht des Softwareherstellers ist der Software-Lebenszyklus zu beenden, sobald mit dem aktuellen Release ein Umsatzrückgang zu verzeichnen ist. Dies ist der Fall, wenn der größte Teil der Marktteilnehmer bereits das aktuelle Release des Computerprogramms erworben hat. Wenn sich durch die Veröffentlichung einer Nachfolgeversion ein höherer Nettogewinn erzielen lässt, wird der ökonomisch-monopolistisch agierende Softwarehersteller die Version abkündigen.

Dann verbleibt dem Nutzer oftmals nur noch ein Rückgriff auf gebrauchte Software, weil die alte Version beim Hersteller nicht mehr verfügbar ist.

Gleiches Produkt, anderer Preis

Neue Software kann über unterschiedliche Einkaufsquellen erworben werden. OEM-Produkte, MAR-Software oder Volumenlizenzen sind nur einige Beispiele. Rechteinhaber können Händler in unterschiedlichen Ländern zur Veräußerung gleichartiger Produkte zu unterschiedlichen Preisen autorisieren. Wir beraten Sie hinsichtlich günstigerer Einkaufsquellen.

Geringere Kosten durch Einkaufsoptimierung

Software ist ein Vermögenswert. Nicht mehr im Einsatz befindliche Softwarelizenzen können veräußert werden. Damit wird zusätzliches IT-Budget gewonnen. Alternativ beraten wir auch beim geplanten Erwerb von gebrauchter Software.

Gebrauchte Software wird seit über 20 Jahren in der juristischen Literatur diskutiert. „Software ist ein Gut, das keinem Verschleißprozess unterliegen kann[1], erkannte Prof. Dr. Thomas Hoeren bereits im Jahre 1992.

Bei Software entstehen keine Abnutzungserscheinungen im herkömmlichen Sinne.[2] Ein Softwareprodukt, in dessen Besitz ein Zweiterwerber kommt, ist daher nicht als gebraucht im Sinne des Wortes anzusehen. In der Praxis hat sich dennoch etabliert, eine Software, die durch einen Ersterwerber an einen Dritten veräußert wird, als gebrauchte Software zu bezeichnen. Im Gegensatz dazu bezieht sich der Begriff der neuen Software in der Praxis auf Software ohne Voranwender. Sie ist als neu zu werten, weil sie direkt vom Rechteinhaber oder von einem Händler, meist einem vom Rechteinhaber autorisierten Unternehmen, erworben wird.

Obwohl sich Software nicht abnutzt, ist gebrauchte Software, insbesondere Standardsoftware, die bereits von einem Ersterwerber genutzt wurde, im Einstandspreis deutlich günstiger als neue Software.

Quellenangaben

Hoeren, CR 1992, 257, 258.

Einkaufs- und Verkaufsberatung: Gebrauchte Software

Hoeren in CR 2006, 573; Rüffler, ÖBl, 11/2008, 52.

Einkaufs- und Verkaufsberatung: Gebrauchte Software

Begleitung von A bis Z

Die Deutsche Gesellschaft für Datenschutz übernimmt Einkaufsverhandlungen und erwirbt im Mandantenauftrag neue oder gebrauchte Software. Wir veräußern die nicht mehr benötigten Softwarelizenzen unserer Mandanten. Unsere Mitarbeiter empfehlen potenzielle Lieferanten für neue Softwarelizenzen und vermitteln einen Abnehmer für ungenutzte Software. Wir verfügen über Kontakte zu Softwarelieferanten in zahlreichen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und übernehmen – wenn gewünscht – die komplette Softwarebeschaffung für unsere Mandantschaft.

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