Interner und externer Datenschutzbeauftragter im direkten Vergleich

Es macht keinen unmittelbaren Unterschied, ob der Datenschutz einer Organisation durch einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten begleitet wird. Bei der Auswahl der richtigen Person sind daher unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen.

Der Vergleich

EXTERNER
INTERNER
Kosten der Aus- und Weiterbildungtragen wirträgt der Arbeitgeber
Kosten für juristische Fachliteraturtragen wirträgt der Arbeitgeber
Organisation einer Stellvertretungtragen wirträgt der Arbeitgeber
Kündigungsschutzjederzeit kündbar1 Jahr nach Abbestellung
HaftungFremdhaftungArbeitgeberhaftung
Sicht auf das Unternehmenneutral und objektivsubjektive Beeinflussung
Kostentransparenz und Kostensicherheitvertraglich festgelegte Preiseundurchsichtig durch mehrere anfallende Posten
Entwerfen von Richtlinien, Verträgen, Erklärungen, etc.Teil unserer alltäglichen Arbeithöhere Einarbeitungszeiten
Bereichs- und branchenübergreifendes Wissenbringen wir mit einerschwertes, langfristiges Aufrechterhalten

Gebunden oder Ungebunden

Ein angestellter Beauftragter für den Datenschutz zeichnet sich durch ein Vertrautsein mit internen Geschäftsprozessen und den verantwortlichen Personen aus, weshalb sich eine individuelle Bindung zu einem Unternehmen ergibt.

Der externe Datenschutzbeauftragte nimmt dagegen eine objektive Position ein. Er erhält unabhängig von Einflüssen aller Art einen Gesamtüberblick über den Datenschutz in der Organisation.

Kündigungsschutz oder nicht?

Ein Hauptunterschied liegt im Kündigungsschutz. Eine Kündigung des internen Datenschutzbeauftragten ist während der laufenden Bestellung unzulässig, § 4f Abs. 3 Satz 5 BDSG. Nach seiner Abberufung genießt er eine Kündigungsfrist von einem Jahr, § 4f Abs. 3 Satz 6 BDSG.

Der externe Beauftragte unterliegt keinem besonderen Kündigungsschutz.

Erfolgt bei Bestellpflicht keine Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, kann es zu einem Bußgeld kommen.